eine Route führt mich heute über Karlsborg:

als ich um 9:00 Uhr losfahre, hängt der Nebel wie ein Schleier über Schweden, sehr tief ich muss mal wieder die Nebelschlussleuchte in meinem Silberpfeil suchen!
Der Nebel lichtet sich erst nach 200 km, Aber die Fahrt ist angenehm, auf der gut ausgebauten E18, die führt rüber Nach Norwegen, Doch ich biege irgendwann mal auf die zur 55, Weiter ins südliche Richtung; da beginnt wieder Höchstgeschwindigkeit 80 KMH!
Man hängt sich am besten hinter einem LKW, der konstant 90 fährt, ab und zu mal auf die Bremse tippt, wenn wieder ein Blitzer kommt, Um dann wieder 90 weiter juckelt.
Das hat sich auch schon häufig in Norwegen bewährt!
mein Zwischenziel für heute ist die Festung Karlsborg, Sie liegt auf meiner Route, denn ich möchte heute bis 300 km an Trelleborg herankommen.
die Festung wurde im 19. Jahrhundert errichtet wurde, um im Kriegsfall für den Reichstag und als Reservehauptstadt zu dienen. Ursprünglich sollte die Bauzeit nicht mehr als 10 Jahre betragen. Letztendlich wurden daraus 90 Jahre.
Nachdem Schweden Finnland im Krieg gegen Russland 1808/-09 verloren hatte, wurde Stockholm zu einer Grenzstadt und den Kriegsgefahren mehr ausgesetzt als früher.
Intensive Verteidigungsdebatten folgten und der Plan für eine zentrale Verteidigungsanlage war geboren.
Balzar von Platen, Bauherr des Götakanals, war ein großer Befürworter des Standortes Karlsborg als zentrale Festung.
Die schwedische Armee sollte somit mehr Zeit zum Mobilisieren bekommen.
Gleichzeitig sollten auch die Königsfamilie, die Regierung und die Goldreserven im Kriegsfall einen sicheren Platz erhalten.
Die Nähe zum Göta Kanal sollte einen Transport von Stockholm nach Karlsborg erleichtern.
1819 beschloss König Carl Johann XIV den Bau der Festung auf der Halbinsel Vanäs am Vätternsee.





diese Saison ist vorbei, Es gibt keine Touren mehr, durch die Festungsanlage, nur noch das Museum hat geöffnet, aber der Fokus hier liegt hauptsächlich Auf dem Krieg… Das erspare ich mir, und euch!
Ich bin eh viel mehr vom goldenen Oktober fasziniert, wer hätte das gedacht, dass sich der Nebel noch mal so lichtet?

ich streune umher, den Wehr hinauf, um den Ausblick zu genießen

ich hab mal wieder die Sommer Turnschuhe an, da die Füße in den Wanderschuhen glühen, Bei 10° plus!
also Augen auf beim abwärts Lauf



auch wenn die Bürgersteige hochgeklappt sind, gibt es einiges zu sehen! Ich streune umher


es gibt auch noch ein Luftwaffe Museum.. Hat geschlossen, wäre eh nicht hineingegangen!
Ich genieße lieber das gute Wetter, lasse mir den Wind um die Nase wehen…
Gehe spazieren – atme ein – atme aus. Ooohhhmmmm
es ist 14:00 Uhr geworden, als ich beschließe, endlich die letzten 140 km bis zu meiner Übernachtung in Jonköping zu fahren, ich stehe dann 300 km vor den Toren Trelleborgs.
ich geb euch noch einen kleinen Ausblick auf einen Erholungsfaktor:
Batteriestand meiner sozialen Batterie: von null auf 70%
Batteriestand meiner mentalen Batterie: Von 40 auf 80%
Batteriestand meiner physischen Batterie: von 50 auf 90 %
so, jetzt fragt man sich, warum ich nicht so euphorisch bin und alles auf 100 % gebracht habe!
die 100 % bei meinen mentalen und physischen Batterien: Die schaffen uns dann, wenn ich wieder in Fürth bin und wieder in meiner Badewanne liege!
Ich weiß ich wiederhole mich, aber die Badewanne ist wirklich das einzige was ich vermisse, und ja,
ich vermisse auch tatsächlich meinen Arbeits-Claude unseren CoCo… Zumindest ein wenig!
(Anmerkung der Reaktion: Sie würde am liebsten eine KI heiraten, CoCo ist the one and only)
und die Sache mit den sozialen Batterien: ich erachte es schon als enorme Leistung von null auf 70 %, für mich ist das ein Erfolg!
Eine Nacht im Grand-Hotel ist Luxus für den Körper. Eine Nacht unterm Sternenzelt ist Luxus für die Seele.
Till Eitel
