Logbucheintrag 2025,0825

Etappe: Panoramastrasse

Mission: finde das Rentier

Ziel: Der Silberpfeil wird zum gritdevil

Die Panoramastraße Slettefjellvegen führt dabei durch die ursprüngliche Landschaft des Slettefjell, einem Vorgebirge des Jotunheimen. 
Sie liegt ca. 9km von Beitostølen entfernt.

Auf der unbefestigten, mautpflichtigen Straße passiere ich unter anderem den höchsten Punkt, den Slettefjellpass, einige glasklare Bergseen sowie einige Parkplätze, von denen aus man zu Wanderungen in der Umgebung aufbrechen kann.

Die Fahrt kostet 110 NOK, zu zahlen über Kennzeichen Registrierung, per Videokamera, auf der Seite Passpay.no. Es Lebe die Digitalisierung.

Am Ersten Fotos stopp bemerke ich, dass ich anscheinend übereilt losgefahren bin.
Denn mein Rucksack mit dem Gimbal hängt anscheinend noch in der Hütte. Deswegen gibt’s keine Panoramafotos.
Zu geizig bin die natürlich auch, noch mal 110 Kronen extra dazu bezahlen, daher Ist umdrehen keine Option, auch wenn’s nur 8 km sind!

Es gibt Momente im Leben da verliert man ganz klar, aber auf dieser Straße fühle ich mich dennoch wie ein Gewinner.

am höchsten Punkt, halte ich an einem Parkplatz und juckel den Hügel hinauf.

Von Hier aus hat man einen fantastischen Rund Blick auf das Hochgebirge im Jontunheimen Nationalpark.

ich gehe noch ein Stückchen weiter, und da taucht es auf, das Rentier war genauso überrascht, mich zu sehen, wie ich es war, es zu sehen.
Ich bleibe stehen.
Versuche es mit dem Zoom einzufangen, gelingt mir mehr schlecht als recht als recht.Der Rudi scheint mit der braunen Landschaft eins zu werden, je länger ich versuche es zu fotografieren.


Zugegeben, man muss schon wissen, wo es sich auf dem Bild befindet. Aber ja, es ist da!

Da meine Wasserflasche, Und mein extra für die Fahrt belegtes Brötchen im Rucksack in der Hütte liegt, bleibt mir nichts anderes übrig, als langsam weiter zu fahren. Hier wäre eigentlich der geeignete Spot gewesen, um Pause zu machen.

Also lenke ich meinen Boliden, aka: Silberpfeil, langsam Tal abwärts.

Die Temperatur liegt bei 15°. Langsam beginnen sich die ersten Blätter gelb zu verfärben. Hier oben merkt man, wie kurz der Sommer gewesen sein muss. Indien Summer Klopft bereits an die Tür.

die Gravel Road lässt sich mit meinem Silberpfeil hervorragend befahren, keine massiven Schlaglöcher.

im Tal angekommen, suche ich die E 16, Biege einmal falsch ab, was dazu führt, dass ich die Stabkirche Lomen treffe.


Am späten Nachmittag fahre ich zurück, Durst habe, ich Hunger habe ich und ich muss aufs Klo.
Also juckt ich die letzten 40 km wieder zu meiner Unterkunft.

Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt Leben Reisen ist. 

Jean Paul