Etappe: Wandern im Jontunheimen
Mission: wenn sich zwei Deutsche auf Norwegisch unterhalten
Ziel: Blick vom oben
Um 8:15 Uhr Stelle ich meinen Silberpfeil auf dem Langzeit Parkplatz vor Dem Ort Gjende.
Von hier aus kann man zahlreiche Wanderungen unternehmen, unter anderem über den den Bessegen Grat. Dieser wird’s heute nicht, denn dafür bin ich eindeutig zu un trainiert 800 Höhenmeter und 14 km einfach. Das wird heute nichts mit mir. Also einschließlich mich für eine Alternative: eine Runde zum Bessavatn.

ich bin überrascht, wie gut sich der Wanderweg anfühlt, aber ich habe auch die fiese Steigung noch vor mir. Dennoch komme ich gut vorwärts. Langsam schraube ich mich immer höher hinauf kann den ersten Ausblick auf den See Gjende Erhaschen.

Der Gjendesee gilt als schönster, von wilden Bergen umgebener See im Jotunheimen Nationalpark.
An seinem westlichen Ende befindet sich Gjendebu, auf der nördlichen Seite Memurubu und am östlichen Ende Gjendesheim. Im Sommer verkehren zwischen diesen drei Orten Schiffe.
zu anfangs bin ich ziemlich alleine unterwegs, werde aber auch durch meinen dauernden Foto-Stopps Vereinzelt von Wanderern Überholt.


Ich nehme die Richtung zum Bessegen.

Je höher ich komme, umso kleiner scheint der See zu werden.
nach guten 2 Stunden 15, Über 400 Höhenmeter habe ich den schlimmsten Punkt überwunden, Hier schlängelt sich Linker Hand, ein Weg in Richtung See, rechter Hand würde es noch weiter in die Höhe gehen, um den Grat zu überschreiten.

Weitere 2 km später, unzählige Schweißperlen auf der Stirn, komme ich endlich an den See.


ich bin wieder mit Komoot unterwegs, und die Frau Kasten möchte jetzt, dass ich nach der Brücke mich weiter rechts halte, es geht wieder ein paar hunderte Meter über das Fjell, Ihr langsam der Abstieg beginnt.. Bin wirklich überrascht, wie gut sich diese Wege laufen lassen das hab ich in Norwegen schon deutlich anders erlebt. Der Boden ist griffig und Trocken, nur hier und da eine übrig gebliebene Pfütze.
Weiter unten komme ich an einen Wasserfall vorbei. Wie soll es anders sein? Es wird geknipst, was das Zeug hält.

Hier werde ich auf Norwegisch angesprochen, ich antworte natürlich auf Norwegisch: Ich spreche nur wenig Norwegisch, da kommt gleich auf Norwegisch zurück. Woher ich denn komme, ich antworte: Jeg kommer fra Tyskland… und dann kam zurück ja, dann können wir uns ja auch auf Deutsch unterhalten.
So viel zum Thema treffen sich zwei Deutsche die Norwegisch miteinander sprechen.
wir unterhalten uns ein Weilchen tauschen Tipps und Orte aus und dann gehen wir getrennte Wege. Ich abwärts, er aufwärts.
Es ehrt mich zwar, dass ich als norwegischer Tourist erscheine, aber ich unterscheide mich massiv von den norwegischen Touristen:
Ich Trage Eine Mütze, ein langärmlich Funktions Shirt, lange Hosen und wohl das markanteste Merkmal ist meine rote Birne.
Wie sieht denn jetzt ein norwegischer Wanderer aus?
Der norwegische Wanderer besticht durch kurze Hosen, Tank top und Stirnband aus.
Manche sprinten im wahrsten Sinne des Wortes an mir vorbei. Zugegeben, es sind nicht viele. Eine Wandern mit Stöcken ist mir begegnet die hat gleich neben mir zu joggen begonnen..
Da bin ich als Flachland Tiroler klar unterlegen.
Ich schmunzle in mich hinein.
Weiter unten mache ich eine kleine Pause hole meinen mitgebrachten Snack heraus

Das sind diese dreckigen Pfannkuchen gefüllt mit Karamellcreme, die ich Im Juni per Zufall entdeckt hatte, eignet sich hervorragend als Wanderproviant.

gegen 14:00 Uhr komme ich dann endlich wieder an meinem heiß geliebten Silberpfeil an.
Jetzt schnell noch am Ticket Automaten bezahlen. 140 Kronen, funktioniert wieder mit Kennzeichenerkennung. Und wenn man die Sprache auf Deutsch um Switcht, dann findet man auf der Tastatur auch ein Ü …


Ich fahre wieder 38 km zurück zu meiner Hütte, ansonsten ist heute nichts so viel passiert, duschen, langsam mein Zeug zusammenpacken, da ich morgen weiter fahre.
Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz.
Hermann Löns